Zwangssymptome

DOCS: Auswertung

Alternative zu OCI-R

20 Fragen in vier Bereichen: Verunreinigung, Verantwortung für Schaden, inakzeptable Gedanken sowie Symmetrie/Vollständigkeit. Letzter Monat.

20 Fragen · ca. 5 Min. · Vergangener Monat · Selbstbericht

ab 18 Jahren

Creative Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)

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Fiktive DOCS-Auswertung: Gesamtwert 28 von 80; vier Teilskalen von 0 bis 20 als Balkenprofil ohne Schweregradgrenzen.
Beispielauswertung mit fiktiven Werten

Wie wird DOCS ausgewertet?

Die Dimensional Obsessive-Compulsive Scale (DOCS) bildet vier Bereiche von Zwangssymptomen ab. Jeder Bereich enthält fünf Angaben.

  1. Addiere je Bereich die fünf Werte von 0 bis 4: Jede Teilskala reicht von 0 bis 20.
  2. Die vier Teilskalen sind Verunreinigung, Verantwortung für Schaden, inakzeptable Gedanken sowie Symmetrie und Vollständigkeit. Ihre Summe ergibt den Gesamtwert von 0 bis 80.

Grundlage der Auswertung: DOCS: Instrumentenbeschreibung durch die Autoren. Stand: 2026-10-04.

Was bedeuten die Werte?

Ein höherer Wert steht für stärkere berichtete Zwangssymptomatik. Teilskalen zeigen, wie sich die Belastung verteilt. Veröffentlichte Screening-Grenzen hängen von Stichprobe und Vergleichsgruppe ab; hier wird keine allgemeine Diagnosegrenze gesetzt. Die DOCS ersetzt weder die klinische Diagnose noch ein Interview zur genaueren Einordnung.

Rechenbeispiel mit fiktiven Werten

Fiktive Teilskalenwerte von 8, 4, 10 und 6 ergeben insgesamt 28 Punkte. Der Bereich inakzeptabler Gedanken trägt in diesem Beispiel 10 Punkte bei; er ist damit rechnerisch am höchsten, ohne dass daraus allein eine Behandlung folgt.

Wie gehst du mit fehlenden Antworten um?

Prüfe alle 20 Antworten und die Vollständigkeit jeder Teilskala. Fehlende Werte nicht als 0 zählen. Eine Summe aus nur drei Bereichen ist kein vollständiger DOCS-Gesamtwert.

Wissenschaftliche Grundlage

Die deutsche DOCS wurde an 177 Patient:innen und 223 Personen einer nichtklinischen Kontrollgruppe validiert. Fink-Lamotte et al. (2021) untersuchten dabei die vier Dimensionen des Selbstberichts: Verunreinigung, Verantwortung für Schaden, inakzeptable Gedanken und Symmetrie. Die diagnostische Genauigkeit wurde als befriedigend beschrieben. Die Ergebnisse stützen den Einsatz des Fragebogens, liefern aber keine universellen deutschen Schweregradgrenzen. (Fink-Lamotte et al. (2021))

Wenn du Zwangssymptome bislang mit dem OCI-R erfasst, bietet die DOCS einen alternativen Zugang über diese vier Dimensionen. Sie verwendet eigene Fragen, Zeiträume und Skalen; ihre Summenwerte lassen sich nicht direkt in OCI-R- oder HZI-Werte übertragen. Die Y-BOCS-Fremdbeurteilung bleibt eine eigene Methode und wird durch den Selbstbericht nicht ersetzt. Ungewollte aufdringliche Gedanken belegen dabei keine Handlungsabsicht.

Wiederholte Erhebungen mit derselben Fassung können Veränderungen in den einzelnen Bereichen sichtbar machen. Dabei bleiben Bezugszeitraum und Erhebungsbedingungen wichtig; ein Zahlenunterschied allein belegt noch keine klinisch bedeutsame Veränderung.

Quellen und Nutzungsrechte

Weitere Unterlagen zum Nachlesen: Original und Verfahrensdokumentation; DOCS: Instrumentenbeschreibung durch die Autoren.

Für die Nutzung gilt: Creative Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0).

Quellenangabe: Fink-Lamotte, Jahn, Stierle, Kühne, Lincoln, Stengler & Exner (2021). Die Validierung der Dimensional Obsessive-Compulsive Scale (DOCS) an einer deutschsprachigen Stichprobe. Verhaltenstherapie. DOI: 10.1159/000510093. Deutsche Originalfassung: Anhang A (2020).

DOCS in Lina

In Lina kannst du den Fragebogen ansehen, Antworten erfassen und die hinterlegten Auswertungen für deine fachliche Prüfung nutzen. Die Einordnung erfolgt im Gespräch und im klinischen Zusammenhang.

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