Körperliche Beschwerdelast
SSS-8: Auswertung
Alternative zu SOMS für die Beschwerdelast
Acht Fragen zur Belastung durch körperliche Beschwerden in den letzten sieben Tagen.
8 Fragen · ca. 1 Min. · Vergangene sieben Tage · Selbstbericht
Frei nutzbar; in der Fachliteratur als Public Domain beschrieben
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Wie wird SSS-8 ausgewertet?
Die SSS-8 beschreibt die Belastung durch acht körperliche Beschwerden in den letzten sieben Tagen.
- Bewerte die acht Angaben jeweils mit 0 bis 4 Punkten.
- Addiere sie zu einem Gesamtwert zwischen 0 und 32.
Was bedeuten die Werte?
Die Originalvalidierung unterscheidet 0–3 Punkte als keine bis minimale, 4–7 als geringe, 8–11 als mittlere, 12–15 als hohe und 16–32 als sehr hohe Beschwerdelast. Diese Bereiche sagen nichts darüber aus, ob eine körperliche oder psychische Ursache vorliegt.
Rechenbeispiel mit fiktiven Werten
Die fiktiven Werte 1, 2, 0, 1, 2, 1, 1 und 2 ergeben 10 Punkte und damit mittlere Beschwerdelast nach dieser Einteilung. Welche Beschwerden dahinterstehen, wird anhand der Einzelantworten geprüft.
Wie gehst du mit fehlenden Antworten um?
In Lina setzt die SSS-8-Summe vollständige Antworten voraus. Fehlende Angaben werden nicht ersetzt. Ohne alle acht gültigen Werte wird keine vollständige Summe mit Belastungsbereich ausgegeben.
Wissenschaftliche Grundlage
Gierk et al. (2014) validierten den SSS-8 an einer repräsentativen Stichprobe von 2.510 Menschen in Deutschland. Untersucht wurden die innere Konsistenz, die Struktur der Beschwerden und Zusammenhänge mit Angst, Depression, allgemeinem Gesundheitszustand und der Nutzung medizinischer Versorgung. Die innere Konsistenz war gut (α = 0,81). Aus der Verteilung der Werte wurden Referenzwerte und Bereiche zur Einordnung der Beschwerdelast abgeleitet. (Gierk et al. (2014))
Wenn du SOMS kennst, bietet der SSS-8 einen kurzen Zugang zur erlebten Belastung durch körperliche Beschwerden. Auch der PHQ-15 erfasst diese Beschwerdelast. SOMS verfolgt teilweise andere diagnostische Kriterien und Zeiträume. Die Werte der drei Verfahren werden nicht ineinander umgerechnet. Der SSS-8 beschreibt die subjektive Belastung und klärt die Ursache der Beschwerden nicht. Eine somatische Differenzialdiagnostik und die Diagnose einer somatischen Belastungsstörung benötigen weitere klinische Informationen.
Für wiederholte Erhebungen verwendest du dieselbe Fassung unter vergleichbaren Bedingungen. So lässt sich die Beschwerdelast über die Zeit betrachten. Ein Zahlenunterschied allein belegt dabei noch keine klinisch bedeutsame Veränderung.
Quellen und Nutzungsrechte
Weitere Unterlagen zum Nachlesen: Deutsche Originalfassung (UKE); Fachpublikation zur freien Nutzung.
Für die Nutzung gilt: Frei nutzbar; in der Fachliteratur als Public Domain beschrieben.
SSS-8 in Lina
In Lina kannst du den Fragebogen ansehen, Antworten erfassen und die hinterlegten Auswertungen für deine fachliche Prüfung nutzen. Die Einordnung erfolgt im Gespräch und im klinischen Zusammenhang.
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