Trauma & Belastung

PCL-5: Auswertung

Alternative zu PDS und IES-R

20 PTBS-Symptome nach DSM-5 im Selbstbericht.

20 Fragen · ca. 8 Min. · Vergangener Monat · Selbstbericht

ab 18 Jahren

Public Domain (National Center for PTSD); deutsche Fassung CC BY 4.0 (BMC-Supplement)

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Fiktive PCL-5-Auswertung: 27 von 80 Punkten, unterhalb des dargestellten Grenzwerts von 33.
Beispielauswertung mit fiktiven Werten

Wie wird PCL-5 ausgewertet?

Die PCL-5 umfasst 20 Angaben zu PTBS-Symptomen nach DSM-5. Der Gesamtwert beschreibt die berichtete Symptomschwere.

  1. Addiere die 20 Antworten mit jeweils 0 bis 4 Punkten zum Gesamtwert von 0 bis 80.
  2. Die Clusterwerte entstehen aus den Items 1–5 (B), 6–7 (C), 8–14 (D) und 15–20 (E). Für eine vorläufige Kriterienprüfung zählt ein Symptom ab 2 Punkten; erforderlich sind mindestens 1 B-, 1 C-, 2 D- und 2 E-Symptome.

Grundlage der Auswertung: Original und Verfahrensdokumentation. Stand: 2026-10-04.

Was bedeuten die Werte?

Das National Center for PTSD nennt 31–33 als häufig geeigneten Bereich für Screening-Grenzwerte; die passende Schwelle hängt von Population und Zweck ab. Ein Wert über der Schwelle ist keine gesicherte PTBS-Diagnose. Belastungsereignis, Dauer, Beeinträchtigung und weitere Diagnosekriterien müssen zusätzlich geprüft werden.

Rechenbeispiel mit fiktiven Werten

Fiktive Clusterwerte von 10, 4, 12 und 8 ergeben 34 Gesamtpunkte. Die Summe allein zeigt nicht, ob die nötige Anzahl von Einzelsymptomen je Cluster vorliegt. Dafür werden die einzelnen Antworten betrachtet.

Wie gehst du mit fehlenden Antworten um?

Fehlende Angaben nicht als symptomfrei werten. Ohne vollständige Antworten sind Gesamtwert und Kriterienprüfung gegebenenfalls unvollständig; dokumentiere die Lücken, statt einen scheinbar vollständigen Wert auszugeben.

Wissenschaftliche Grundlage

Krüger-Gottschalk et al. (2017) untersuchten die deutsche PCL-5 bei 352 Personen mit traumatischen Erfahrungen aus einer klinischen Stichprobe. Zum Vergleich diente das strukturierte klinische Interview CAPS-5: Die Schweregradwerte hingen deutlich zusammen (r = 0,77), und die Wiederholungszuverlässigkeit war hoch (r = 0,91). Die Analyse der zugrunde liegenden Faktorenstruktur blieb dagegen uneindeutig. Das National Center for PTSD dokumentiert Anwendung und Verlaufsmessung nach DSM-5. (Krüger-Gottschalk et al. (2017); National Center for PTSD)

Wenn du PDS oder IES-R kennst, bietet die PCL-5 einen Zugang zu PTBS-Symptomen auf Grundlage des DSM-5. Fragen, diagnostische Kriterien und Grenzwerte unterscheiden sich je nach Verfahren und Fassung; Ergebnisse werden nicht übertragen. Für PTBS und komplexe PTBS nach ICD-11 steht in lina außerdem der ITQ zur Verfügung, der ein anderes diagnostisches Modell abbildet. Das Belastungsereignis und weitere Diagnosekriterien sind zusätzlich im klinischen Zusammenhang zu prüfen.

Für wiederholte Erhebungen verwendest du dieselbe Fassung mit demselben Bezugszeitraum unter vergleichbaren Bedingungen. Die Veränderung eines Zahlenwerts allein belegt noch keine klinisch bedeutsame Veränderung.

Quellen und Nutzungsrechte

Für die Nutzung gilt: Public Domain (National Center for PTSD); deutsche Fassung CC BY 4.0 (BMC-Supplement).

Quellenangabe: Weathers, Litz, Keane, Palmieri, Marx & Schnurr (2013), National Center for PTSD; dt. Ehring, Knaevelsrud, Krüger & Schäfer / Krüger-Gottschalk et al. (2017).

PCL-5 in Lina

In Lina kannst du den Fragebogen ansehen, Antworten erfassen und die hinterlegten Auswertungen für deine fachliche Prüfung nutzen. Die Einordnung erfolgt im Gespräch und im klinischen Zusammenhang.

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